Montag, 25. Juli 2016

Du da im Himmel

Ein Gebet der modernen Art, das in keiner Bibel zu finden sein wird...

Hey, du da im Himmel,
hör mir mal zu – ich möchte endlich kommen zur Ruh...

Ich kenne da eine  ̶f̶̶o̶̶t̶̶z̶̶e̶̶,̶̶ ̶̶b̶̶l̶̶ö̶̶d̶̶e̶̶ ̶̶k̶̶u̶̶h̶̶,̶̶  ätzende Frau so eklig, keine Frage,
immer wenn ich sie sehe könnte ich kotzen und bitte um Gnade,
dass ich verschont werde, befreit von ihrem Anblick, der mir schmerzt,
es sticht mir mitten ins Herz, dieser Groll,
das finde ich gar nicht toll.

Geh weg, geh vorbei,
sprich mich nicht an, schweig, du Troll.
Will mit dir nix zu tun haben - niemals,
geh mir bitte doch endlich vom Hals.

Wie kann man nur so eklig sein, so gemein.
In deinem Gesicht lese ich wie schrecklich du bist,
dabei bin ich eigentlich ein Optimist,
nur bei dir sehe ich viele Intrigen und Wichtigmacherei,
oh Herrgott steh mir bei.

Befreie mich so schnell du kannst von diesem Weib,
das ohne Unterlass, mit Hass und falschen Geplänkel besticht,
und es nicht lassen kann mich an zu quatschen und zu betatschen.
Lieber Gott mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm.
Doch mit dieser Frau und ihrem Gegröle 
komme ich sonst bald in die Hölle.

Und da will ich doch nicht hin - sie soll da schmoren mittendrin.
Hey, du da im Himmel, höre mich an,
ich bin so hilflos und weiß nicht was ich machen kann.
Ich will so gerne zu dir und nicht zum Höllenmann,
doch meine Gedanken sind voll Sünde, wenn ich sie schaue an.

Ich bin doch nur ein kleiner Mann, ohne Macht und Geld,
der ist für das Gute in dieser Welt.
Doch schaue ich sie an spüre ich das Böse gleich sodann,
ohne Worte findet es statt, es ist so zehrend und macht mich platt.
Kann ich etwas tun dagegen?
Ich mache es sofort, doch brauche ich dafür deinen Segen.
Amen...
und ach, ich wünsch dir einen schönen Tag.