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Samstag, 19. März 2016

Bananentraum

Welch Gaumenschmaus, denkt sich so mancher Genießer,
ich bin gewiss kein Spießer, denkt die Schildkröte, die lahme,
Bananen will ich zu meinem Mahle.
Beim fotografieren von Baumrinden
sehe ich manchmal tolle Sachen.













Kein rotes Obst und auch kein grünes,
auch möchte ich jetzt kein gesundes Gemüse,
Bananen sollen es sein,
schön gelbe, gereift an einer Palme, am Meere.
Da muss man nur einmal ein paar Beine dran machen.












Das Krokodil auf ihrem Rücken,
wollte sie bei ihrer Suche mit seiner Anwesenheit beglücken.
Es kam ihr bei der Suche danach in die Quere,
seitdem transportiert die Schildkröte es in die Ferne.
Weil es da meinte, es könne nicht mehr laufen, wobei es fast weinte
und aus lauter Mitleid es seitdem getragen wird.
Das ist nicht weiter schwer, keine Frage, nein - bitte-sehr.
Auch Wiese und Baum sind ganz schnell zugefügt.













Doch unter dem Apfelbaum kam ihr ein Gedanke,
das Krokodil erhob dabei ganz schnell seine Pranke,
um den Apfel zu greifen und ihn zu verspeisen,
wobei es laut schmatzte und sie noch anranzte,
sie sollte sich sputen, da ein paar Schritte weiter,
noch mehr Äpfel hangen am Baum, ja das meint er.
Dazu eine Denkblase, was die Schildkröte liebt.














Da sah die Schildkröte den Wurm, der da grinste am Baume,
er guckte aus dem Apfel, und hatte gute Laune,
doch die Schildkröte erschrak und tauchte sofort ab,
in ihren Panzer am Leib und brach ihre Suche nach den Bananen ab.
Und ein Krokodil hat sich noch dort versteckt.














Da musste das Krokodil wohl oder übel selbst wieder laufen,
es verabschiedete sich von der Schildkröte und schaute
auf die Äpfel am Baume, die ihm so gemundet,
doch ohne die Schildkröte für ihn nicht erreichbar sind.
Coloriert wurde es jetzt von jedem entdeckt.














Die Schildkröte versteckte sich weiter in ihrem Panzer,
und wenn der Wurm noch da ist, ich glaube sie bleibt da.
Und da es so lange dauerte bis in die Nacht,
träumte sie von Bananen bis sie wieder erwacht – Gute Nacht.
Beim anklicken werden die Bilder ganz groß
dann sieht man auch den Wurm im Apfel
das finde ich famos :)
































Spinnen schaukeln heimlich

Wer schwingt beschwingt durch Nacht und Wind?
Kein Schneckchen - so viel ist sicher - guck genau hin, mein Kind.

Die Spinne war so fies und gemein,
sie klaute der Schnecke ihr Eigenheim.

Sie stülpte es über und sponn einen Faden,
und sprang dann vom Netz in den Abgrund gen Boden.

Sie wollte nur unerkannt schaukeln im Wald,
am seidenen Faden, ganz lange und weit.




Ihre Beute, da hatte sie Angst, dass sie es sehen,
sollten nicht lachen über die Schaukelszenen.

Denn sonst, glaubte sie,
wird als ihr Feind sie nicht ernst genommen,
drum hatte sie das Häuschen der Schnecke weggenommen.

So konnte sie schaukeln ganz lange und dolle,
was sie dann auch machte, wobei sie laut lachte.

Sie lachte so laut, dass man es überall hörte in der Nacht,
wovon eine Fliege plötzlich wurde wach.

Auch ein Schmetterling schaute hinauf
und schimpfte grell: "Hör auf, ich halte das nicht mehr aus, schnell."

Doch die Spinne interessierte das nicht,
komm doch her, dachte sie, dann verspeise ich dich.

Sie schaukelte lange und schaukelte schnell,
sie wollte so lange schaukeln bis es war wieder hell.

Doch einen Augenblick hatte sie nicht aufgepasst,
da war es geschehen - das Haus der Schnecke rutschte ab.

Die Fliege guckte verdutzt,
wie der Schmetterling auch - die Spinne schaukelte ohne Haus langsam aus.

Doch lachten sie nicht worüber die Spinne war erfreut,
drum brachte sie das Häuschen zurück, worüber sich jemand gefreut.

Ja, richtig, das Schneckchen, es bedankte sich freudig und zog es schnell an
ihr Häuschen, wobei die Spinne bot ihre Hilfe an.

Die Spinne entschuldigte sich beim Schneckchen sodann,
für die Ausleihe ihres Häuschens, was die Schnecke nahm an.

Die Spinne gelobte der Schnecke beim Abschied,
dass sie nie wieder stehlen will, aus eigenem Antrieb.

Dann krabbelte sie nach Hause in ihr Spinnennetz, wo sie träumte gar schön, 
vom Schaukeln am seidenen Faden bis morgens früh.

Die Geschichte ist nun zu Ende, die Nacht liegt vor dir
mit phantasievollen Träumen, die schön sind - das wünsche ich dir. 





Mittwoch, 16. März 2016

Mond mit Schatten

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur die Astronomen schauen dann genau hin.
Wie dies denn vonstatten gehen kann,
dass der Mann im Mond mit einer Taschenlampe spazieren gehen kann.
Ob er nicht gebunden ist an sein schönes Haus,
wieso bleibt er nicht da, geht er einfach hinaus ?

Countdown, pass auf, es geht hinauf,
die Rakete steigt, geb acht...
3...
2...
1...
der Mann im Mond spaziert in der Nacht - er schläft gar nicht,
schau was er macht.

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur die Astronauten schauen dann genau hin.

Unten auf der Welt sahen Menschen im TV,
der Mann im Mond, sei auf der Suche nach einer Frau.
Es wird berichtet, eben in den News, ganz aktuell,
deswegen, heißt es dort, sei er am leuchten ganz hell.
Wie dies denn vonstatten gehen kann,
dass der Mann im Mond mit einer Taschenlampe spazieren gehen kann.
Ein Skandal hieß es dort, sei der Mann im Mond wohl krank,
dass er einen Schatten werfe auf den Mond,
die Astronauten wären vor Ort - der Himmel sei dank.

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur die Menschen schauen dann genau hin.

Die Astronauten schauten wie der Mann im Mond spazierte
und die Taschenlampe von ihm ungeniert ihre Sicht blockierte.
Denn er leuchtete mit ihr auf ihre Rakete, die da flog,
da er wissen wollte, wieso sie sich ihm nährte und nicht abbog.



Mayday, pass auf, es geht hinab,
die Rakete dreht um, geb acht...
3...
2...
1...
der Mann im Mond ist von Sinnen
spaziert in der Nacht,
er schläft gar nicht,
und bleibt so lange wach.

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur der Mann im Mond schaut dann genau hin.

Unten auf der Welt schauten Menschen im TV,
der Mann im Mond, sei zurück zu seinem Haus.
Es wird berichtet, eben in den News, ganz aktuell,
seine Taschenlampe leuchte nun nicht mehr so hell.
Eigentlich, hieß es dort, sei der Mann im Mond gesund,
doch verstehe man nicht, warum er leuchtete ohne Grund.
Das Mysterium sei also nicht wirklich aufgeklärt,
doch der Mond hätte bald keinen Schatten mehr - denn das sei total verkehrt.

Gähn, bin ich müde, ab ins Bettchen,
schnell zugedeckt und Äuglein zu.
3...
2...
1...
der Mann im Mond spazierte in der Nacht,
doch jetzt ist er wieder zu Hause,
gute Nacht.


La le ‎Luna‬
auch der Mond‬ deckt sich jetzt zu
wiegt sich in den ‎Ästen‬ der ‎Bäume‬
drum ‎schlaf‬' auch ‎du‬.



Sonntag, 13. März 2016

Die kleine Feder am Baum

Diese kleine Feder am Baum
war einfach nur hübsch anzuschauen.
Sie lies sich nicht weiter treiben, ruhte in sich - am Zweig.
Sie war zu beneiden, dachte ich – sie war befreit.



Sie musste nicht weiter im Gefieder sein,
nicht durch die Lüfte ziehen, nein.
Sie tat wonach ihr zumute war,
sich treiben lassen, einfach so – wirklich wahr.

Ihr Aussehen störte sie nicht sonderlich,
einst wurde sie ja gut gepflegt.
Heut wird sie sauber, ganz gewiss,
nach dem nächsten Regenschauer – so gut es eben geht.

Da hing sie nun rum, erfreute sich des Lebens,
manchmal sang sie vergnüglich: "Fidebum",
bis eines schönen Tages eine kindliche Stimme sich ihr nährte -
die sie sehr begehrte
und mit ihren Schokoladenfingern sie vom Baum abzerrte.

Was wohl mit mir geschehen soll, 
dachte sich die Feder, na toll.
Das Kind quietschte vergnügt,
wie schön, liebe Feder – "Ich hab dich lieb.
Zum Dank, dass ich dich nehme vom Baum,
lasse ich meinen Schnuller zurück, 
ich hoffe er bringt dir Glück."

Die Feder traute ihren Augen kaum,
und dachte sie wäre im Traum.
Als sie nach Hause gekommen sind,
landete die Feder auf dem Tisch vom Kind.

Nicht nur keine Schokofinger mehr - nein, 
voller Kleister,
dazu Farbe und Früchte des Waldes und mehr.
Das Kind hatte seinen Spaß und lachte vergnügt,
verbastelte die Feder zu einem wunderschönen Bild... wie es fand.


Als es war getrocknet, am nächsten Tag,
ging das Kind mit dem Bild, und der Feder darauf, in den Park.
Dort traf es seine Oma, die es knuddelte ganz lang -
wofür das Kind ihr das Bild schenkte, damit sie es aufhang.

"Die kleine Feder war einst an einem Baum,
sie war einfach nur hübsch anzuschauen.
Sie musste nicht weiter im Gefieder sein,
nicht durch die Lüfte ziehen, nein.
Sie wartete auf mich an dem Baum,
damit ich dir eine Freude machen kann, oh schau,
die Feder ist so hübsch auf diesem Bild,
für die beste Omi dieser Welt."


Die Oma weinte eine Träne vor Glück:
"Dank dir mein Kind, hab dich lieb, mein Goldstück."
Später ging sie glücklich nach Hause,
hing das Bild an einen schönen Platz
und trank davor in ihrem Schaukelstuhl eine Brause.

Diese kleine Feder , die einst an einem Baum
war einfach nur hübsch anzuschauen.
Sie musste nicht weiter im Gefieder sein,
diente keinem Kind mehr zum basteln, nein.
Sie hatte Erfüllung gefunden, nach all ihren Flügen und Runden.

Da hing sie nun rum,
erfreute sich dem neuen Sinn ihres Lebens,
manchmal sang sie vergnüglich: "Fidebum"
und grinste vor lauter Glück im Kreis herum. 



Samstag, 9. August 2014

Die rote Farbe an der Wand

Es waren einmal ein paar Schmierfinken... ähm Künstler, will sagen Graffitisprayer, die kamen mit ihren Spraydosen daher und besprühten eine jungfräuliche Hauswand mit reichlich roter Farbe...


Dieses gespiegelte Muster entstand durch die Natur, genauer gesagt durch die Sonne.

Die rote Farbe fühlte sich sehr wohl auf der Hauswand und beschloss dort zu bleiben. Nur war die rote Farbe leider nie zufrieden mit sich. Sie wollte viel lieber braun sein. Braun wie die Früchte des Baumes, der so wundervoll neben dem kleinem Häuschen wuchs, auf dem sie versprüht wurde.

Die Äste des Baumes, deren Früchte so kraftvoll braun leuchteten streckten sich der Sonne entgegen und jedes Jahr kam er dadurch der Sonne ein wenig näher. Die rote Farbe an der Wand des Häuschens neben dem Baum blickte ihn bewundernd an und wollte so sein wie er. Wenigstens wollte die rote Farbe so schön leuchten wie die Früchte des Baumes, die eine so wundervolle braune Farbe hatten, dass sogar Kinder von ihr angezogen wurden. Die Kinder liefen lachend über die Wiese zum Baum, der aus lauter Dankbarkeit darüber, dass die Kinder sich so über seine braunen Früchte freuten, sie hinunter fallen lies, damit die Kinder sie aufsammeln konnten. Manchmal kamen auch ein paar Tiere vorbei und sammelten die braunen Früchte ein.
Der Baum war wirklich beneidenswert, dachte sich die rote Farbe an der Wand, alle freuten sich über seine braunen Früchte. Über die rote Farbe an der Wand freute sich niemand, ganz im Gegenteil. Manchmal spottete man über sie, dass sie dort nicht hingehöre, dass ohne sie alles besser gewesen sei... Die rote Farbe an der Wand war darüber traurig.

Die rote Farbe wusste ganz genau, wachsen konnte sie nicht. Sie hatte keine Zweige, die sich der Sonne entgegen strecken konnten. Jahrein, jahraus blickte die rote Farbe die liebe Sonne an, immer in der Hoffnung, dass sie nicht weiter rot sei, sondern braun werde, so wie sie es bei den Kindern gesehen hatte, die die braunen Früchte des Baumes aufsammelten. Die rote Farbe gab sich allerlei Mühe dabei braun zu werden. Sie streckte sich mit ihrer ganzen Kraft der Sonne entgegen – doch es half nichts. Sie blich über die Jahre nur etwas aus. Braun wurde sie durch ihre intensiven Sonnenbäder nicht.

Eines schönen Tages kam ein Mann daher. Er blitzte ganz oft mit einem kleinem Kasten die rote Farbe an der Wand und war durchaus entzückt von ihr. Die rote Farbe verliebte sich sofort in ihn. Sie spürte gleich, dass diese Begegnung Bestimmung für sie sei. Und wäre sie nicht schon rot gewesen, wäre sie bestimmt errötet, so angetan war sie von ihm. Doch der Mann ging nach einer Weile wieder und ließ sie mit dem Baum, der neben ihr wuchs, allein zurück.

Doch, sonderbar... in der folgenden Zeit kamen immer mehr Männer und auch Frauen, doch nicht um den Baum mit den braunen Früchten anzuschauen, nein – die rote Farbe an der Wand. Ihre Risse, die sie durch ihre reichlichen Sonnenbäder erhalten hatte, machten sie einzigartig und unbeschreiblich schön. So etwas hatten die Männer und Frauen noch nicht gesehen. Die rote Farbe an der Wand freute sich über die reichliche Aufmerksamkeit und erfreute sich an den Blicken der Menschen, die zu ihr kamen.

Dann kam der Tag an dem sie IHN wieder sah. Dem Mann, dem sie all die Bewunderung zu verdanken hatte. Sie war gleich wieder Feuer und Flamme und so verliebt, wie bei der ersten Begegnung mit ihm. Und diesmal verließ er sie nicht. Nein, er nahm sie mit zu sich nach Hause. Die rote Farbe war außer sich vor Freude. Nun konnte sie immer in seiner Nähe sein. Die rote Farbe verabschiedete sich noch von dem Baum mit den braunen Früchten und lies sich von dem Mann nach Hause tragen. Der Mann stellte die rote Farbe an der Wand gegen seine Wand damit er sie immer bewundern konnte.

Es verging einige Zeit. Die rote Farbe an der Wand war nicht für alle eine Freude, die sie sahen. Die Frau von dem Mann, der sie mit nach Hause nahm und gegen seine Wand lehnte, war eine Freundin des Baumes mit den braunen Früchten, der neben der roten Farbe an der Wand gestanden hatte. Die Frau fand dessen Farbe viel atraktiver als die rote Farbe an der Wand. So geschah es, wie es kommen musste...

Der Mann, der die rote Farbe an der Wand an seine Wand anlehnte, musste für einige Zeit verreisen. Seine Frau blieb bei der roten Farbe an der Wand, die gegen die Wand lehnte. Der Frau fehlte der Mann sehr und deswegen wollte sie ihm für seine Rückkehr eine Freude bereiten. Die Frau des vereisten Mannes und Freundin des Baumes mit den braunen Früchten dachte sich, dass sie die rote Farbe an der Wand, die von der Sonne so viele Risse erhalten hatte, ein wenig verschönern wollte. Die Frau des verreisten Mannes besorgte sich eine Spraydose mit brauner Farbe und sprühte sie über die rote Farbe an der Wand, in der Hoffnung, dass der verreiste Mann dies auch schön fand.

Die rote Farbe an der Wand, die gegen die Wand lehnte, freute sich sehr. Hatte sie doch nun, was sie sich immer gewünscht hatte – die Farbe der Früchte des Baumes, der neben der roten Farbe an der Wand gestanden hatte.


Happy End



p.s.: es wurde nicht weiter verfolgt, was der verreiste Mann bei der Rückkehr seiner Reise dazu sagte, dass seine Frau die rote Farbe an der Wand, die gegen seine Wand lehnte, braun übergesprayt hatte.