Samstag, 19. März 2016

Spinnen schaukeln heimlich

Wer schwingt beschwingt durch Nacht und Wind?
Kein Schneckchen - so viel ist sicher - guck genau hin, mein Kind.

Die Spinne war so fies und gemein,
sie klaute der Schnecke ihr Eigenheim.

Sie stülpte es über und sponn einen Faden,
und sprang dann vom Netz in den Abgrund gen Boden.

Sie wollte nur unerkannt schaukeln im Wald,
am seidenen Faden, ganz lange und weit.




Ihre Beute, da hatte sie Angst, dass sie es sehen,
sollten nicht lachen über die Schaukelszenen.

Denn sonst, glaubte sie,
wird als ihr Feind sie nicht ernst genommen,
drum hatte sie das Häuschen der Schnecke weggenommen.

So konnte sie schaukeln ganz lange und dolle,
was sie dann auch machte, wobei sie laut lachte.

Sie lachte so laut, dass man es überall hörte in der Nacht,
wovon eine Fliege plötzlich wurde wach.

Auch ein Schmetterling schaute hinauf
und schimpfte grell: "Hör auf, ich halte das nicht mehr aus, schnell."

Doch die Spinne interessierte das nicht,
komm doch her, dachte sie, dann verspeise ich dich.

Sie schaukelte lange und schaukelte schnell,
sie wollte so lange schaukeln bis es war wieder hell.

Doch einen Augenblick hatte sie nicht aufgepasst,
da war es geschehen - das Haus der Schnecke rutschte ab.

Die Fliege guckte verdutzt,
wie der Schmetterling auch - die Spinne schaukelte ohne Haus langsam aus.

Doch lachten sie nicht worüber die Spinne war erfreut,
drum brachte sie das Häuschen zurück, worüber sich jemand gefreut.

Ja, richtig, das Schneckchen, es bedankte sich freudig und zog es schnell an
ihr Häuschen, wobei die Spinne bot ihre Hilfe an.

Die Spinne entschuldigte sich beim Schneckchen sodann,
für die Ausleihe ihres Häuschens, was die Schnecke nahm an.

Die Spinne gelobte der Schnecke beim Abschied,
dass sie nie wieder stehlen will, aus eigenem Antrieb.

Dann krabbelte sie nach Hause in ihr Spinnennetz, wo sie träumte gar schön, 
vom Schaukeln am seidenen Faden bis morgens früh.

Die Geschichte ist nun zu Ende, die Nacht liegt vor dir
mit phantasievollen Träumen, die schön sind - das wünsche ich dir. 





Mittwoch, 16. März 2016

Mond mit Schatten

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur die Astronomen schauen dann genau hin.
Wie dies denn vonstatten gehen kann,
dass der Mann im Mond mit einer Taschenlampe spazieren gehen kann.
Ob er nicht gebunden ist an sein schönes Haus,
wieso bleibt er nicht da, geht er einfach hinaus ?

Countdown, pass auf, es geht hinauf,
die Rakete steigt, geb acht...
3...
2...
1...
der Mann im Mond spaziert in der Nacht - er schläft gar nicht,
schau was er macht.

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur die Astronauten schauen dann genau hin.

Unten auf der Welt sahen Menschen im TV,
der Mann im Mond, sei auf der Suche nach einer Frau.
Es wird berichtet, eben in den News, ganz aktuell,
deswegen, heißt es dort, sei er am leuchten ganz hell.
Wie dies denn vonstatten gehen kann,
dass der Mann im Mond mit einer Taschenlampe spazieren gehen kann.
Ein Skandal hieß es dort, sei der Mann im Mond wohl krank,
dass er einen Schatten werfe auf den Mond,
die Astronauten wären vor Ort - der Himmel sei dank.

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur die Menschen schauen dann genau hin.

Die Astronauten schauten wie der Mann im Mond spazierte
und die Taschenlampe von ihm ungeniert ihre Sicht blockierte.
Denn er leuchtete mit ihr auf ihre Rakete, die da flog,
da er wissen wollte, wieso sie sich ihm nährte und nicht abbog.



Mayday, pass auf, es geht hinab,
die Rakete dreht um, geb acht...
3...
2...
1...
der Mann im Mond ist von Sinnen
spaziert in der Nacht,
er schläft gar nicht,
und bleibt so lange wach.

Wenn der Mond einen Schatten hätte,
wie ich und du, das wär die Show schlechthin.
Ich mache da jede Wette,
nicht nur der Mann im Mond schaut dann genau hin.

Unten auf der Welt schauten Menschen im TV,
der Mann im Mond, sei zurück zu seinem Haus.
Es wird berichtet, eben in den News, ganz aktuell,
seine Taschenlampe leuchte nun nicht mehr so hell.
Eigentlich, hieß es dort, sei der Mann im Mond gesund,
doch verstehe man nicht, warum er leuchtete ohne Grund.
Das Mysterium sei also nicht wirklich aufgeklärt,
doch der Mond hätte bald keinen Schatten mehr - denn das sei total verkehrt.

Gähn, bin ich müde, ab ins Bettchen,
schnell zugedeckt und Äuglein zu.
3...
2...
1...
der Mann im Mond spazierte in der Nacht,
doch jetzt ist er wieder zu Hause,
gute Nacht.


La le ‎Luna‬
auch der Mond‬ deckt sich jetzt zu
wiegt sich in den ‎Ästen‬ der ‎Bäume‬
drum ‎schlaf‬' auch ‎du‬.



Sonntag, 13. März 2016

Die kleine Feder am Baum

Diese kleine Feder am Baum
war einfach nur hübsch anzuschauen.
Sie lies sich nicht weiter treiben, ruhte in sich - am Zweig.
Sie war zu beneiden, dachte ich – sie war befreit.



Sie musste nicht weiter im Gefieder sein,
nicht durch die Lüfte ziehen, nein.
Sie tat wonach ihr zumute war,
sich treiben lassen, einfach so – wirklich wahr.

Ihr Aussehen störte sie nicht sonderlich,
einst wurde sie ja gut gepflegt.
Heut wird sie sauber, ganz gewiss,
nach dem nächsten Regenschauer – so gut es eben geht.

Da hing sie nun rum, erfreute sich des Lebens,
manchmal sang sie vergnüglich: "Fidebum",
bis eines schönen Tages eine kindliche Stimme sich ihr nährte -
die sie sehr begehrte
und mit ihren Schokoladenfingern sie vom Baum abzerrte.

Was wohl mit mir geschehen soll, 
dachte sich die Feder, na toll.
Das Kind quietschte vergnügt,
wie schön, liebe Feder – "Ich hab dich lieb.
Zum Dank, dass ich dich nehme vom Baum,
lasse ich meinen Schnuller zurück, 
ich hoffe er bringt dir Glück."

Die Feder traute ihren Augen kaum,
und dachte sie wäre im Traum.
Als sie nach Hause gekommen sind,
landete die Feder auf dem Tisch vom Kind.

Nicht nur keine Schokofinger mehr - nein, 
voller Kleister,
dazu Farbe und Früchte des Waldes und mehr.
Das Kind hatte seinen Spaß und lachte vergnügt,
verbastelte die Feder zu einem wunderschönen Bild... wie es fand.


Als es war getrocknet, am nächsten Tag,
ging das Kind mit dem Bild, und der Feder darauf, in den Park.
Dort traf es seine Oma, die es knuddelte ganz lang -
wofür das Kind ihr das Bild schenkte, damit sie es aufhang.

"Die kleine Feder war einst an einem Baum,
sie war einfach nur hübsch anzuschauen.
Sie musste nicht weiter im Gefieder sein,
nicht durch die Lüfte ziehen, nein.
Sie wartete auf mich an dem Baum,
damit ich dir eine Freude machen kann, oh schau,
die Feder ist so hübsch auf diesem Bild,
für die beste Omi dieser Welt."


Die Oma weinte eine Träne vor Glück:
"Dank dir mein Kind, hab dich lieb, mein Goldstück."
Später ging sie glücklich nach Hause,
hing das Bild an einen schönen Platz
und trank davor in ihrem Schaukelstuhl eine Brause.

Diese kleine Feder , die einst an einem Baum
war einfach nur hübsch anzuschauen.
Sie musste nicht weiter im Gefieder sein,
diente keinem Kind mehr zum basteln, nein.
Sie hatte Erfüllung gefunden, nach all ihren Flügen und Runden.

Da hing sie nun rum,
erfreute sich dem neuen Sinn ihres Lebens,
manchmal sang sie vergnüglich: "Fidebum"
und grinste vor lauter Glück im Kreis herum. 



Mittwoch, 9. März 2016

Nie zu spät


Ein altes Lied von 1966, dessen Text auch heute noch hoch aktuell ist und mich nicht los lies - drum wurde ein kleiner Film dazu im Comic style, bebildert von mir, erstellt. 
Gute Unterhaltung :)


GILBERT BECAUD - Es ist nie zu spät
"T´es venu de loin" (Schlager / Chanson)
B-Seite von "Wo ist die Liebe zu Hause" von 1966


Hier nochmal der Text:

Es ist nie zu spät,

es ist nie zu spät,

es ist nie zu spät – oh, no.



Schön ist die Welt,
sie ist schön, schön, schön.
Liebe ist schön, wunderschön.
Leben und lachen, die Sonne sehn
das ist schön, das ist schön, so schön.

Hast du keine Angst was morgen ist, heute ist noch alles gut.
Denkst du nicht daran, es kann morgen sein
und die Welt fängt zu brennen an.

Sie: Ist es nicht zu spät?
Er: Noch nicht.
Sie: Kann man etwas tun?
Er: Man muss.
Sie: Was kann ich denn tun?
Er: Sehr viel.
Sie: Und wo fange ich an?
Er: Bei dir.
Sie: Ich habe keinen Mut.
Er: Warum?
Sie: Das Leben ist so schön.
Er: Wie schön.
Sie: Allen geht es gut.
Er: Voilà.
Sie: Was kann ich dafür?
Er: So viel.
Sie: Warum bist du so?
Er: Ich bin so.
Sie: Liebst du mich nicht mehr?
Er: Doch sehr.
Sie: Hast du Angst um mich?
Er: Um uns.
Sie: Dann ist alles gut.
Er: Oh, nein.
Sie: Dann ist alles gut.
Er: Oh, nein.
Sie: Dann ist alles gut.
Er: Oh, nein.

Die Welt ist nicht schön, nein sie ist nicht schön – Badabada.
Schön ist sie nur wenn wir träumen – Owie.
Kannst du verstehn wie man lachen kann
wenn die ganze Welt schon morgen brennen kann – Badabada, Badabada .



Die Welt ist nicht schön, nein sie ist nicht schön – Badabada.
Schön ist sie nur wenn wir träumen – Owie.
Noch geht es gut aber denk daran,
dass die ganze Welt schon morgen brennen kann – Badabada.

Sie: Ist es nicht zu spät?
Er: Nein, nicht.
Sie: Kann man etwas tun?
Er: Man kann.
Sie: Uns geht es doch gut.
Er: Wie lang?
Sie: Denk doch nicht daran.
Er: Ich muss.
Sie: Andere tun es nicht.
Er: Ja, ich weiß.
Sie: Du nimmst es zu schwer.
Er: Kann sein.
Sie: Das Leben ist doch schön.
Er: So schön.
Sie: Vor allem hast du mich.
Er: Ich liebe dich.
Sie: Was willst du noch mehr?
Er: Verstehst du nicht?
Sie: Du hast Angst um mich?
Er: Ich habe angst.
Sie: Angst, was morgen ist?
Er: Vor morgen.
Sie: Es wird alles gut.
Er: Nie.
Sie: Es wird alles gut.
Er: Nie.
Sie: Es wird alles gut.
Er: Niiie.
Die Welt ist nicht schön, nein sie ist nicht schön – Badabada.
Schön ist sie nur wenn wir träumen – Owie.
Kannst du verstehn wie man lachen kann
wenn die ganze Welt schon morgen brennen kann – Badabada.

Sie: Ist es nicht zu spät?
Er: Noch nicht.
Sie: Was soll ich nur tun?
Er: Sag: "Nein".
Sie: Das ist unbequem.
Er: Ich weiß.
Sie: Niemand hört auf mich.
Er: Dann schrei.
Sie: Muss das wirklich sein?
Er: Fang an.
Sie: Denkst du an den Krieg?
Er: Ich hasse ihn.
Sie: Viele starben schon.
Er: Sterben noch.
Sie: Warum starben sie?
Er: Umsonst.
Sie: Ich begreife es nicht.
Er: Sag´s laut.
Sie: Warum muss das sein?
Er: Keiner denkt.
Sie: Liebe deine Feinde.
Er: ...wie dich selbst.
Sie: Aber keiner tut es.
Er: Nein.
Sie: Aber keiner tut es.
Er: Nein.
Sie: Aber keiner tut es.
Er: Nein.
Sie: Aber keiner tut es.
Er: Nein.
Sie: Aber keiner tut es.
Er: Nein.
Sie: Aber keiner tut es.
Er: Nein.


Vielen Dank dem unbekannten Maler der Malaktion
dessen Bild bearbeitet als Kulisse des Videos diente.



Sonntag, 6. März 2016

Werwolf

Geb acht, den Mond heule ich an, heute Nacht. 
Sei nicht in meiner Nähe damit dir kein Unheil geschehe.

Heia, heia, heia... Babe,
heia, heia, heia... Babe.

Mich dürstet es nach frischem Fleisch
meine Zähne beiße ich in deinen Leib.
Ich beiße mich fest, ein Freudenfest
für meinen leeren Magen,
auch wenn du den Anblick und den Schmerz kannst nicht ertragen.

Mach mit mir
heia, heia, heia... Babe,
heia, heia, heia... Babe

Sei auf der Hut, verrate mich nicht
die Polizei tut nur ihre Pflicht.
Sie sind mir auf den Versen und ballern mit ihren Gewehren.

Schlaf mit mir
heia, heia, heia... Babe,
heia, heia, heia... Babe.

Besser mach du die Augen zu,
ein Traum, ein böser, ich werde wach im Nu.

bis zum Morgen liege ich wach und streichle dir über dein Haar
und murmel
"Heia, heia, heia... Babe,
heia, heia, heia... Babe
...ich beschütze dich vor dieser bösen Welt."

Dabei höre ich an meine selbst komponierte Musik :) 



Das Lied ist auch bei Soundcloud: https://soundcloud.com/sascha-kolek/werewolf