Montag, 10. Februar 2014

Asche zu Asche, Staub zu Staub

Es war einmal ein Tag, der begann vor voller Sorgen nicht an einem neuen Morgen...

Er raffte sich auf,
Mittags stand er auf,
ging dann in das Bad,
sah den Spiegel an,
sah dort einen Mann,
der voll Sorgenfalten,
sein Leben konnte nicht gestalten.

Asche zu Asche, Staub zu Staub
Du hast mir mein Leben geraubt.
Keiner hat es gesehen, alle guckten weg,
nun ist es geschehen, nun bin ich der letzte Dreck.

Plötzlich musste er weinen,
er ging schnell weg von dem Spiegel,
legte sich wieder hin,
dachte, hat alles eh keinen Sinn.

Er verschwand unter seiner Decke,
dachte ans verrecken,
wollte es jedoch nicht machen,
denn so schlimme Sachen
sind doch gar nicht gut,
er hatte nicht mal Wut auf sich.
Einfach keine Kraft,
die ihm Freude macht.

Asche zu Asche, Staub zu Staub
Du hast mir mein Leben geraubt.
Keiner hat es gesehen, alle guckten weg,
nun ist es geschehen, nun bin ich der letzte Dreck.

So lag er dann dort,
er wollte nicht mehr fort,
er wollte nicht mehr lachen,
konnte es auch nicht machen.

Sein Leben ließ ihn leiden,
ganz einsam lag er da
verloren und nicht klar.

Er aß und trank nicht mehr,
alles war für ihn so schwer.
Er ging nicht mehr aus dem Haus,
das Leben schloss ihn aus.

So ging es Tag für Tag,
die Decke starrte er an,
die Wände waren so kalt,
er fühlte sich so alt.
Gebrechlich war seine Seele,
ein einziges gequäle.

Asche zu Asche, Staub zu Staub
Du hast mir mein Leben geraubt.
Keiner hat es gesehen, alle guckten weg,
nun ist es geschehen, nun bin ich der letzte Dreck.

Und wenn der kranke Mann
es einfach nicht ändern kann,
dann liegt er noch heute dort,
weil er konnte da nicht fort,
unter seiner Decke,
da er nicht aß, lies das Leben ihn verrecken.

Asche zu Asche, Staub zu Staub
Du hast mir mein Leben geraubt.
Keiner hat es gesehen, alle guckten weg,
nun ist es geschehen, nun bin ich der letzte Dreck.

Seine Gebeine blieben hier,
die Uhr schlug schon halb vier,
da öffnete sich seine Tür,
es roch verwaist bei ihm.
Ein Mann kam zu ihm rein,
ganz übel wurde ihm,
doch war es für ihn zu spät, er sichte dahin. 

Asche zu Asche, Staub zu Staub
Du hast mir mein Leben geraubt.
Stand dann überall geschrieben, als würden es alle lieben.
In Zeitungen schauten alle hin,
nun ist es geschehen, das hat keinen Sinn.

Und die Moral von der Geschicht, nein die erzähl ich wirklich nicht.

Doch eins will ich noch sagen,
den Namen von dem Mann,
den man nun lesen kann.
Auf seinem Grabesstein,
in goldenen Lettern stand:

NOIS SERPED
Asche zu Asche, Staub zu Staub
die Depression hat mir mein Leben geraubt.

Das Bild "Depression" gibt es auch als Kunstdruck, Poster, Leinwanddruck, Gallery Print, Grußkarte:



Das Bild soll einen depressiven Zustand darstellen – daher das verzerrte Gesicht. Einerseits dunkle Gedanken – deswegen wurde das Gesicht dunkel coloriert, andererseits offen für positives – daher wurde das Ohr hell coloriert. Die Augen sollen ausdrücken, dass der depressive einen eingeengten Blick hat – der Mund, dass er Signale der Hilfe aussendet, die jedoch ungehört verpuffen. Die Umgebung des Gesichts wurde freundlich gestaltet um darzustellen, dass die Depression von innen heraus kommt. 


Seit dem 01.03.2015 läuft eine Aktion zugunsten der Tunnelblick-Stiftung, 
für nähere Informationen, klicke auf das gerahmte Bild. 


    


"Depressionen" für den guten Zweck...
100% des Verkaufserlöses aller Kunstdrucke von meinem digitalem Werk "Depressionen" gehen an die Tunnelblick-Stiftung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Situation für Betroffene von Depressionen, Burnout, Mobbing, Angst, häuslicher Gewalt, posttraumatischer Belastungsstörungen und Suizid in Notlagen zu verbessern.