Freitag, 25. März 2016

Wie das Häschen seine rosa Ohren bekam

Er hoppelte und mümmelte auf der Wiese,
als suchte er leckeren Gemüse.
Doch was er fand, war ein Glücksklee, ach wie fein
aber das war so klein,
dass er es kaum sah, ach wie gemein.

Er buddelte mit seinen Pfoten,
er wusste, das es ist verboten,
und fand ne Möhre, orangefarbig und frisch,
schnuckelte sie auf, und sah dabei so friedlich aus.

Plötzlich sah er rattenscharf,
was er zuvor nicht vermag,
den Glücksklee, so grün wie der Rasen,
den nur können sehen, die Hasen,
die Karotten aßen, wenn sie waren roh,
worüber er natürlich war froh.

Und die Moral von der Geschicht,
ohne Möhrchen fänd das Häschen sein Glück nicht.

p.s.: als er drehte sich um, 
fand das Häschen ein Fläschchen Rum.
Da nippte er dran und hoppelte von dannen als hätte er sich etwas eingefangen.
Er sah nicht geradlinig aus, jedoch machte ihm das gar nichts aus.
Es hatte immer die Menschen betrachtet, 
die schwankend die Straße entlang geschwankt
und wünschte sich, oh weh - diese Erfahrung zu machen, herrje.

Nun ja,
dank Glücksklee hat er es erfahren,
auch den Tag danach, als wär er überfahren.
Den Rum, schwörte er, werde er niemals wieder trinken,
lieber würde er ihn in einen Gulli versenken.
Fortan wünschte er sich lieber rosa Möhrchen,
die seine Ohren farbig färbten.

Seitdem verbinden wir mit den Häschen rosa Ohren,
obwohl sie so gar nicht geboren.
Besonders an Ostern sollen sie uns bringen Glück
oder zu mindestens Eier, - ohne Rum,
sonst wäre das ja verrückt - Prost.